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Zwei Projekte der TUD werden bei der Sächsischen Exzellenzinitiative gefördert

Presseinformation

Gemeinsames Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie auf dem Medizinischen Campus

Im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative hat die Technische Universität Dresden für den Medizinischen Campus den Neubau eines Zentrums für die patientenorientierte Strahlenforschung in der Onkologie und für die Neuentwicklung dazu erforderlicher medizinischer Hochtechnologie-Produkte beantragt. „Mit dem heutigen Entscheid der Jury, das Zentrum im Rahmen der Exzellenzinitiative des Freistaates zu fördern, kann unser ambitioniertes Projekt nun einen wesentlichen Schritt nach vorn machen“, freuen sich die Sprecher des gemeinsamen Zentrums für Strahlenforschung in der Onkologie, Prof. Dr. Michael Baumann und Prof. Dr. Roland Sauerbrey. „Das Zentrum wird eine Maßstäbe setzende Hochtechnologie- und Entwicklungsplattform umfassen, an der mehr als 100 Wissenschaftler fakultäts- und institutionsübergreifend arbeiten werden“, unterstreicht Prof. Baumann, „das Potenzial für wichtige Schritte bei der Entwicklung und Verbesserung von Krebstherapien ist groß.“

Als Kernprojekt werden völlig neuartige laserbasierte Strahlentherapiegeräte für Protonen- und Ionenstrahlen entwickelt, von denen künftig erhebliche Verbesserungen der Behandlung von Krebserkrankungen erwartet werden. Die neue Technologie, die innerhalb von etwa zehn Jahren einsatzfähig sein wird, soll dann aus Dresden heraus international verfügbar gemacht werden. Bereits bei Fertigstellung des Neubaus wird eine der modernsten Referenz-Protonenstrahlanlagen heutiger Bauart für die Behandlung krebskranker Patienten in Sachsen und den Anrainerregionen zur Verfügung stehen.

Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in allen entwickelten Industrienationen. Allein in Deutschland erkranken derzeit jährlich mehr als 436.000 Personen neu an Krebs. 210.000 Menschen versterben daran. Es ist davon auszugehen, dass bösartige Tumoren innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre die kardio-vaskulären Krankheiten ablösen und damit zur häufigsten Todesursache werden.

Eine technologisch optimale, biologisch individualisierte Strahlentherapie hat das Potenzial, die Behandlung von Krebserkrankungen künftig weiter deutlich zu verbessern. In der onkologischen Strahlenforschung, die auch moderne molekulare Bildgebungsmethoden umfasst, verfügt die Technische Universität Dresden mit ihren Partnern, dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf über eine weltweit anerkannte Kompetenz. Diese spiegelt sich insbesondere in dem von den gleichen Partnern getragenen, vom BMBF geförderten Zentrum für Innovationskompetenz ZIK OncoRay, das bereits seit 2004 besteht. Das gemeinsame Zentrum baut die erfolgreichen Entwicklungen des ZIK OncoRay erheblich aus und schafft so die Voraussetzungen, dass Dresden dauerhaft eine internationale Spitzenstellung in der patientenorientierten Strahlenforschung und bei der Neuentwicklung dazu erforderlicher Hochtechnologie einnimmt.

Pressemitteilung der TUD (pdf)

Weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Michael Baumann
Tel. 0351 458-5292
E-Mail: michael.baumann@oncoray.de

Weitere Informationen unter:
www.oncoray.de

Dresden, 27. August 2008
Mag - 194OnkologieExz

 

Darüber hinaus wird folgendes Forschungsprojekt gefördert:

Vom Atom zum komplexen Bauteil

European Centre for Emerging Materials and Processes Dresden (ECEMP): Mehrkomponentenwerkstoffe mit erweitertem Einsatzspektrum für Hochtechnologieanwendungen im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau

Pressemitteilung der TUD (pdf)

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. habil. Werner Hufenbach
Tel.: 0351 463-38140
E-Mail: ilk@ilk.mw.tu-dresden.de

Dresden, 27. August 2008
Mag - 193HufenbachExz

 

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