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Gefährlichen Klumpen auf der Spur

Auszug aus der Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) vom 21.07.2011

Gefährlichen Klumpen auf der Spur

Maßgeschneiderte Oberflächen helfen, die Hintergründe von Krankheiten aufzudecken

Wenn sich im Körper ganz normale Proteine zu Eiweiß-Klumpen zusammenlagern, ist höchste Gefahr in Verzug. Denn solche „Amyloide“ genannten Klumpen hängen eng mit der Alzheimer-Krankheit und Typ 2-Diabetes zusammen, der früher Alterszuckerkrankheit genannt wurde.
Wenn sie wüssten, wie sich die Proteine verklumpen, könnten Ärzte solche Krankheiten vielleicht besser behandeln. Dem Physiker Adrian Keller und seinen Kollegen vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und der Universität im dänischen Aarhus ist jetzt ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin gelungen.

Eine zentrale Rolle spielt die Oberfläche der Zellen, auf denen sich die Proteine ablagern und verklumpen. Beim Typ 2-Diabetes bilden sich die Amyloide auf bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse, bei der Alzheimer-Krankheit auf Gehirn-Zellen. Selbst mit modernen Hochleistungsgeräten lassen sich diese Vorgänge im Inneren des Körpers daher nicht beobachten. Naturwissenschaftler wie Adrian Keller, der zu Zeit am Interdisziplinären Nano-Wissenschaftszentrum „iNano“ in Aarhus forscht, versuchen daher, die Vorgänge mit echten Proteinen auf künstlichen Oberflächen im Labor ablaufen zu lassen.

(Autor: Roland Knauer)

Quelle: HZDR

Die vollständige Pressemitteilung mit weiteren Informationen können Sie hier abrufen (pdf).

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